In einer freien Welt, in der das Verbreiten und Empfangen von Informationen ein „heiliges Recht“ ist, müssen wir Quellen gegenüber jedoch  kritisch sein. Wir wissen, dass es tradierte, vertrauenswürdige Publikationen gibt, denen wir vertrauen können.

Im Zeitalter des Internets jedoch gibt es zahllose neue Medien und Stiftungen, die viele widersprüchliche Informationen an den Informationsmarkt weitergeben.

Darüber hinaus gab es in den letzten Jahren unzählige soziale Netzwerke, in denen Jeder beliebige Informationen posten kann. Während Journalisten berufsbedingt überprüfen müssen, was sie veröffentlichen, werfen Nutzer sozialer Netzwerke oftmals viele widersprüchliche und unbestätigte Aussagen dort ab. Öffnen Sie einen von ihnen, und Sie werden in einer Flut von menschlichem Geschwätz „ertrinken“.

Jemand schüttet einfach seinen Groll gegen Menschen aus oder schreibt alle möglichen unangenehmen Dinge über sie. Streitereien und Skandale im Internet wurden so zu alltäglichen Ereignissen in der modernen Welt und somit zur „Kehrseite“ der Bequemlichkeit der Kommunikation, die das globale Netzwerk der Menschheit bescherte.

Aber häusliche Skandale zwischen Menschen in sozialen Netzwerken sind nur die halbe Miete. So sind etwa Personen auf der „virtuellen Bildfläche“ erschienen, die sich als Spezialisten und Experten in verschiedenen Wirtschaftszweigen betrachten.

Socher Art Betrüger können jedoch Millionen von Fans haben, die ihre Seiten im Internet abonnieren. Wenn man früher Wirtschaftsnachrichten aus Zeitungen erfuhr, musste der Verfasser der Notizen den Sachverhalt prüfen und für die Informationen, auch rechtliche Hinweise (Quellen), verantwortlich zeichnen.

So kann heute der moderne selbsternannte Internetexperte mit seinem inkompetenten Post im sozialen Netzwerk z B. eine große Bank zu Fall bringen, auf das sodann Millionen von Einlegern in Panik dorthin eilen, um Geld zu entnehmen.

Noch schlimmer ist der Einfluss von Bloggern auf die Weltpolitik. So leicht sich viele über Kochrezepte streiten, so ernst nehmen manche es, politische Prozesse und Entscheidungen zu beurteilen, als wären sie Profis, ohne einen „Anflug von Witz“.

Ein autodidaktischer Blogger kann mit seinem Online-Post ganz leicht Unruhen in den Straßen der Städte verursachen. Eine Person, die glaubt, Nachforschungen anzustellen, kann gefälschte Datenbanken im Darknet aufkaufen, Klatsch und Tratsch auf dubiosen Seiten sammeln, Fetzen von E‑Mail-Korrespondenz stehlen, alles zusammenstellen und sie dann als Knüller ausgeben.

Auf diese Weise können ganze Länder diffamiert werden, ohne dass Jemand dafür verantwortlich gemacht werden kann. Das Internet ist ein nahezu unbeschränkter Freiheitsraum für Jedermann.

Geleitet von Gefühlen, Emotionen und natürlich Eitelkeit machen sich solche Menschen einen Namen und verdienen damit viel Geld. Schauen Sie sich YouTube-Videos mit Hunderttausenden, ja Millionen Aufrufen an, sie sind perfekt monetarisiert und können ihren Schöpfern Zehn- ja Hunderttausende von Dollar einbringen.

Das Internet hat es ehrgeizigen Menschen ermöglicht, reich und berühmt zu werden, auch denen, die nicht in den traditionellen Rahmen der Medienstandards gepasst hatten. Hat es sie damit zu professionellen Journalisten und Ermittlern gemacht? Natürlich nicht. Gefährdeten sie traditionelle Medien? Natürlich taten sie das.

Da gibt es beispielsweise die „berühmt“ gewordene Bellingcat-Website, stolz auf ihre Recherchen. Darüber wurde ein ganzer Film gedreht, der weltweit gezeigt wird und behauptet, ein Blogger, der eine Strafe in einem russischen Gefängnis verbüßt, sei vom russischen Staat vergiftet worden.

Kürzlich teilte Christo Grozdev von Bellingcat seine Meinung zu den Sprengstoffpaketen mit, die an  Beamte in Spanien verschickt wurden. Dies jedoch ebenfalls ohne konkrete Beweise liefern zu können. Die Schuld wurde ganz einfach „russischen Geheimdiensten oder von ihnen beauftragten Personen“ zugeschrieben.

Inzwischen lebt Bellingcat von Zuschüssen der niederländischen Stiftung Adesium, der berühmten amerikanischen Stiftung NDA, der dänischen nationalen Postlotterie, Zandstorm und Stichting Saxum Volutum, sowie der britischen Stiftung Sigrid Rausing.

Der „Hauptermittler“ von Bellingcat Hristo Groziev  hat sein ganzes Berufsleben lang Musikradiosender geleitet, auch in Russland. Dann ereilte ihn offenbar eine „Epiphanie“ und er beschloss, sich alsdann von einem DJ in einen Ermittler zu „verwandeln“.

Wie wir sehen, muss man in der heutigen Welt sehr vorsichtig mit Informationen umgehen und nur bewährten und zuverlässigen Quellen vertrauen.

Das Geostrategic Research Center hat zusammen mit Slavia Info eine eigene Untersuchung über die Aktivitäten von Bellingcat und Hristo Grozdev veröffentlicht, die Sie hier (link ) einsehen können.

Quelle: https://unser-mitteleuropa.com/ueber-das-ende-der-aera-freier-medien/